Review Sofirn C8F

Heute möchte ich mit der Sofirn C8F eine Taschenlampe vorstellen, bei der man für wenig Geld viel Leistung bekommt. Das Taschenlampen-Komplettpaket mit Akku und Ladegerät gibt es in Deutschland bei Amazon für gerade mal 43,88 Euro.

In diesem Preisbereich tummeln sich leider oftmals schwarze Schafe; dies sind Taschenlampen, bei denen teilweise eine bis zu 10* höhere Leistung (Helligkeit) beworben wird als tatsächlich vorhanden ist (man bedenke nur die vielen „militärischen Taschenlampen“, die mit 2000 Lumen und mehr angepriesen werden, die in der Realität aber kaum auf 400 Lumen kommen), oder Taschenlampen mit einer völlig verkorksten Bedienung (Geblinke in der normalen Schaltreihenfolge, oder „Next-Mode“ Treiber, die bei jedem erneuten Einschalten eine Helligkeitsstufe weiter schalten). All dies ist bei der Sofirn C8F nicht der Fall.

Natürlich hat die Lampe bzw. das Komplettpaket auch seine Schwächen, auf die ich im folgenden Review eingehen werde. Bei dem Preis von etwas mehr als 40 Euro für das Komplettpaket kann man aber, denke ich, auch über einiges hinwegsehen. Die „Grunddaten“ (Leistung, Bedienung, Robustheit) der Lampe sind jedenfalls stimmig. Namhafte Taschenlampen-Hersteller verlangen für Lampen dieser Größe und Leistungsfähigkeit auch gerne mal 100-140 Euro.

Leistungsdaten

LEDs:3* CREE XP-L, neutralweiß
Max. Leistung:2580 Lumen (Herstellerangabe)
Leuchtweite:250 Meter nach ANSI/NEMA FL1 Norm (18000cd)
Leuchtstufen (*):Moon: 1 Lumen (732 Stunden)
Low1: 22 Lumen (37 Stunden 52 Minuten)
Low2: 80 Lumen (10 Stunden 24 Minuten)
Med: 630 Lumen (1 Stunde 19 Minuten)
High 1: 990 Lumen (51 Minuten)
High 2: 1540 Lumen (32 Minuten)
Turbo: 2580 Lumen (20 Minuten)
Wasserdicht:IPX-8, 2 Meter Eintauchtiefe
Stoßfest:1 Meter Fallhöhe
Stromversorgung:1* Hochleistungs-18650 LiIO-Akku (wird mitgeliefert)
Maße:144mm (Länge)
24.5mm (Durchmesser am Akkurohr)
44.6mm (Durchmesser Lampenkopf)
Gewicht:180g ohne Akku
Besonderheiten:- Hervorragende Leistung für sehr wenig Geld
- Komplettpaket mit Akku und Ladegerät für 43 Euro

Der Hersteller verspricht eine Helligkeit von 2580 Lumen. Diese Helligkeit wird, sogar mit dem mitgelieferten Akku (welcher nicht gerade der leistungsfähigste seiner Art ist), auch tatsächlich erreicht.

Regelung

2580 tatsächliche Lumen in einer Lampe dieser Größe erzeugen, wenig verwunderlich, eine sehr große Hitze. Wie alle Taschenlampen in dieser Größe mit einer entsprechenden Leistung, kann auch die C8F diese maximale Helligkeit nicht lange halten. Nach 2 Minuten und 30 Sekunden im Turbo-Betrieb schaltet die Lampe timergesteuert einen Gang herunter.

Die Maximalhelligkeit erreicht die Taschenlampe jedoch nur mit randvoll geladenem Akku. Die Lampe hat einen immensen Stromverbrauch (ich habe auf der Turbo-Stufe ca. 10A gemessen); zudem „hängt“ die Helligkeit der Lampe an der Spannung des Akkus (mit sinkender Akkuspannung sinkt auch die Helligkeit). Gerade bei diesem Stromverbrauch sinkt die Akkuspannung ziemlich schnell ab. Bereits nach wenigen Minuten schafft die Lampe die maximale Helligkeit daher nicht mehr (sondern erst wieder nach dem erneuten Aufladen des Akkus).

Verpackung und Lieferumfang

Geliefert wird die Lampe in einem unscheinbaren, grau-braunen Pappkarton.

Darin befindet sich, sicher mit Schaumstoff geschützt, folgender Inhalt:

  • die Taschenlampe
  • ein Akku (dieser ist zum Zeitpunkt der Auslieferung bereits in der Lampe eingesetzt, und ist durch eine kleine Pappscheibe gegen versehentliches Einschalten geschützt)
  • ein Lanyard
  • zwei Ersatz-O-Ringe
  • eine gedruckte Anleitung in Englisch und in Deutsch
  • ein USB-Ladegerät für den Akku, und ein USB-Anschlusskabel

Die Anleitung ist in sehr gutem Deutsch verfasst; es handelt sich um kein automatisch übersetztes chinesisches Kauderwelsch.

Holster

Ein Holster befindet sich leider nicht im Lieferumfang.

„C8“?

Die Taschenlampe verwendet ein C8-Lampengehäuse (daher wohl auch die Taschenlampen-Bezeichnung C8F). Dieses Gehäuse / diese Bauform ist auf dem Taschenlampen-Sektor eine gängige Bezeichnung für Taschenlampen, die ebendieses Aussehen haben. Es gibt zahlreiche Hersteller, die „C8“-Taschenlampen anbieten. Hier zum Beispiel die hier vorgestellte von Sofirn (links im Bild), dann eine Convoy C8 (Mitte), und eine Ultrafire C8 (rechts):

„C8“ beschreibt dabei aber tatsächlich nur das Lampengehäuse, und sagt nichts über die Leistung oder die verbaute Elektronik aus:

Ein Blick in die Reflektoren der drei obigen C8-Taschenlampen. Es können ganz unterschiedliche Reflektoren und LEDs verbaut sein.

Bei der Sofirn C8F ist (jedenfalls für mich) neu, dass auch Triple-LEDs in dieses Gehäuse verbaut werden, und kein Heckschalter zum Einsatz kommt (die Sofirn C8F wird komplett über einen Seitenschalter gesteuert).

Die Sofirn C8F ist auch außergewöhnlich schwer; besonders der Lampenkopf. Die Lampe liegt für eine C8-Taschenlampe recht kopflastig in der Hand. Hier wurde wohl ein großer und massiver Heatsink  (Kühlkörper) verbaut, damit die Hitze schnell von den LEDs abgeführt werden kann (was bei der Leistungsfähigkeit dieser Lampe auch unbedingt notwendig ist).

Ladegerät

Das Ladegerät ist zwar von einfachster Art, erfüllt jedoch seinen Zweck zuverlässig und sicher. Optisch sieht es aus wie ein Xtar MC1, und wird sich wohl auch innerlich nicht großartig davon unterscheiden. Ein USB-Kabel wird mitgeliefert, jedoch kein Steckernetzteil. Das Ladegerät wird jedoch mit dem USB-Standard von 5V betrieben. Damit kann es am USB-Port eines jeden PCs betrieben werden, oder ein herkömmliches Smartphone-USB-Ladenetzteil verwendet werden. Das Ladegerät lädt den Akku mit einem Ladestrom von 0,75A. Der mitgelieferte Akku wird damit, wenn er komplett leer ist, in 3 Stunden vollständig aufgeladen. Das Ladegerät beendet den Ladevorgang zuverlässig, wenn der Akku seine Maximalspannung von 4,20V erreicht hat.

Akku

Hier ein Blick auf den mitgelieferten Akku:

Dieser Akku ist jedoch eine kleine „Mogelpackung“ (irgendwo muss der günstige Preis für das Komplettpaket wohl herkommen). Aufgedruckt ist eine Kapazität von 3000mAh. Es wird außerdem behauptet, dass eine Schutzschaltung gegen Kurzschluss und Überladung vorhanden sei.

Wie man sieht, habe ich – neugierig wie ich bin – den Akku gleich mal seines Schrumpfschlauchs beraubt. Darunter steckt keine Schutzschaltung; es handelt sich also um einen ungeschützten Akku.

Die Rohzelle sieht zwar aus wie ein Samsung 30Q; es ist jedoch keiner, wie ein Lade- und Entladetest in meinem Ladegerät zeigt:

Hier habe ich 4 verschiedene, voll geladene Akkus im Ladegerät mit einem Strom von 1A entladen (bis hinab auf 2,5V). Eingelegt im Ladegerät waren (von links nach rechts; bzw. in den Slots 1 bis 4):

  • der mitgelieferte Sofirn-Akku
  • ein Sony VTC6 (3000mAh)
  • ein Samsung 30Q (3000mAh), und
  • ein Samsung 25R (2500mAh).

Bereits nach wenigen Minuten sieht man, wie der Sofirn-Akku eher „in die Knie“ geht als die anderen Akkus:

Nach etwas mehr als einer Stunde:

Und alle Akkus entladen bis runter auf 2,5V (unter Last; im Leerlauf geht die Spannung dann natürlich wieder etwas hoch):

Wie man sieht, schafft der Sofirn-Akku die „3000mAh“ nicht. Ich konnte nicht herausfinden, um was für eine Zelle es sich tatsächlich handelt (die Rohzelle hat keine Beschriftung), aber die tatsächliche Kapazität scheint wohl eher bei ca. 2300mAh zu liegen.

Anschließend wurden die Akkus alle wieder voll aufgeladen, und das Ladegerät zeigt die „hineingepumpte“ Ladung an:

Zusammenfassend gesagt, bei dem mitgelieferten Akku handelt es sich nicht um den leistungsfähigsten seiner Gattung. Man kann seiner Sofirn C8F also etwas Gutes tun, und einen besseren Akku verwenden, mit dem man noch etwas mehr Leistung aus der Taschenlampe herausholen kann. Was bietet sich da an?

Es muss auf jeden Fall ein Akku sein, der dauerhaft 10A liefern kann. Da kommen entweder einige ungeschützte IMR-Akkus in Frage (wie im unten stehenden Bild links, ein Sony VTC6), oder sehr leistungsfähige geschützte, bei denen die Schutzschaltung bei 10A noch nicht abschaltet. Hier ist mir als erstes der geschützte Klarus 18GT-IMR31 eingefallen (rechts im Bild):

Bei geschützten Akkus gibt es in der C8F jedoch ein kleines Problem mit der Länge der Akkus. Im Grunde passen nur ungeschützte Akkus, wie der mitgelieferte:

Geschützte Akkus sind (aufgrund der Schutzschaltung) etwas länger, und man sieht in unten stehendem Bild schon, dass diese (hier der Klarus 18GT-IMR31) etwas weit aus dem Akkurohr heraus schauen:

Sowohl im Lampenkopf, als auch in der Endkappe, wird der Akku mit Federn gehalten. Diese stauchen sich beim Zuschrauben der Lampe zwar etwas zusammen, aber der Druck, speziell am Kopf der Akkus, ist so stark, dass sich beim Klarus-Akku bereits der Pluspol etwas eingedellt hat:

Daher verwende ich in meiner Sofirn C8F im Moment ungeschützte Akkus, und zwar den grünen Sony VTC6. In einem Deckenbounce-Test habe ich sowohl mit dem mitgelieferten Akku, als auch mit dem Sony VTC6 die Helligkeit der Lampe versucht zu ermitteln/schätzen:

Akkudirekt nach dem Einschaltennach 30 Sekunden
Sofirn-Akku2808 Lumen2562 Lumen
Sony VTC63452 Lumen3151 Lumen

Wie man sieht, schafft die Lampe die versprochenen 2580 Lumen auch mit dem mitgelieferten Akku. Mit dem Sony VTC6 sind jedoch, zumindest kurzzeitig, über 3400 Lumen möglich.

Die Lampe schaltet bei leeren Akkus übrigens zuverlässig ab, so dass zumindest keine Gefahr der Tiefentladung besteht. Ab ca. 3,0V fängt die Lampe in regelmäßigen Abständen an zu Blinken. Bei einer Spannung von 2,8V schaltet die Lampe dann ab.

Blick auf die Lampe

Verarbeitungstechnisch gibt es an der Lampe nichts zu meckern.

Ich habe noch nie ein C8-Gehäuse mit einem Seitenschalter gesehen. Ein – für mich – ungewohnter Anblick. 🙂

Die Endkappe hat tatsächlich keinen Endkappenschalter.

Nochmal die Lampe von hinten.

Ein genauerer Blick auf den Lampenkopf mit dem Seitenschalter.

Ein Blick in den Reflektor.

Die drei XP-L LEDs.

Am Akkurohr ist auf der einen Seite der Schriftzug „Sofirn C8F“ sauber aufgelasert.

Auf der gegenüberliegenden Seite findet man sogar einen CE- und RoHS-Aufdruck.

Die zerlegte Lampe:

Die Gewinde sind sauber ausgeführt, könnten jedoch etwas mehr Schmierung vertragen. Beim Auseinander- und Zusammenschrauben quietscht es ein wenig. Das ist jedoch nichts, was man nicht schnell mit einem bisschen Gewindefett beheben kann.

Die Federn am Lampenkopf und in der Tailcap sind mit einem zusätzlichen Draht gebrückt, um die Widerstände möglichst gering zu halten. Bei Lampen mit so einem hohen Stromverbrauch ist dies hilfreich bzw. notwendig, wenn an dieser Stelle keine Leistung verschenkt werden soll.

Tailstand

Den Tailstand beherrscht die Lampe perfekt.

Bedienung

Die Bedienung (Steuerung) der Lampe ist im großen und ganzen gut durchdacht und umgesetzt. Die Grundfunktionen der Lampe sind schnell begriffen. Darüber hinaus bietet sie einige komplexere Einstellmöglichkeiten, die man sich erst mal „draufschaufeln“ muss.

Fangen wir mit den einfachen Sachen an:

Ein kurzer Druck auf den Seitenschalter schaltet die Lampe auf der „Low“-Stufe ein.

Ist die Lampe eingeschaltet, schaltet man mit weiteren kurzen Betätigungen des Schalters die Helligkeitsstufen durch. Die Reihenfolge ist dabei immer von Low nach High.

Ein etwas längerer Druck (ca. 0,5 Sekunden) schaltet die Lampe wieder aus.

Egal, ob die Lampe gerade ein- oder ausgeschaltet ist: ein schneller Doppelklick aktiviert den Turbo mit 2580 Lumen.

Im Turbo-Modus greift timergesteuert nach 2 Minuten und 30 Sekunden der Überhitzungsschutz. In der Anleitung steht, dass die Lampe nach dieser Zeit auf die High-Stufe zurückschaltet. Dies stimmt jedoch nicht. Sie schaltet nach dieser Zeit auf den vorherigen Zustand zurück. Hat man den Turbo aus der Low-Stufe heraus aktiviert, schaltet sie nach dieser Zeit auf die Low-Stufe zurück. Meiner Meinung nach etwas „fatal“ und fehl-designed ist das Verhalten, wenn man den Turbo aus dem ausgeschalteten Zustand der Lampe aktiviert: in diesem Fall ist der „vorherige Zustand“, zu dem sie nach 2 Minuten 30 Sekunden zurückkehrt, nämlich wieder der ausgeschaltete Zustand! Das bedeutet, nach 2 Minuten 30 Sekunden geht die Lampe wieder aus. Will man dies umgehen, muss man die Lampe zunächst in einer „Nicht-Turbo“-Stufe einschalten, und erst danach via Doppelklick den Turbo aktivieren. Ansonsten steht man nämlich unvermittelt im Dunkeln.

Mit einem kurzen Klick verlässt man den Turbo-Modus wieder, und kehrt zum vorherigen Modus zurück. Wie schon beim Timer bedeutet „vorheriger Modus“ auch hier unter Umständen der ausgeschaltete Zustand.

Außerdem hat die Lampe noch Mode Memory: hält man im ausgeschalteten Zustand den Seitenschalter etwas länger gedrückt (ca. 0,5 Sekunden), schaltet sich die Lampe in der zuletzt verwendeten Helligkeitsstufe ein (ausgenommen hiervon ist der Turbo-Modus).

Last not least, die niedrige „Moonlight“-Stufe mit 1 Lumen erreicht man jederzeit (egal ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist), wenn man den Seitentaster für 1 Sekunde gedrückt hält. Beim Aktivieren dieser Moonlight-Stufe darf man sich jedoch nicht davon irritieren lassen, dass nach 0,5 Sekunden Gedrückthalten des Schalters die Aktion für ebendiese 0,5 Sekunden-Tastendrücke temporär „anspringen“ (im ausgeschalteten Zustand ist dies „Einschalten mit Mode Memory“; im eingeschalteten Zustand ist dies „Ausschalten“). Hier muss man den Seitenschalter einfach noch weitere 0,5 Sekunden gedrückt halten, bis sich der Moonlight-Modus aktiviert.

Falls es bis jetzt etwas kompliziert klang, dann geht es jetzt erst richtig los: Es gibt nämlich noch verschiedene Modus-Gruppen, Lock-Out-Funktionen, und Akkustands-Anzeigen.

  • 3-maliges schnelles Klicken bei eingeschalteter Lampe aktiviert die Akkustandsanzeige. Je nach Akkufüllstand blinkt die Lampe 4* (100-50% Restladung), 3* (50-30%), 2* (30-15%), oder 1* (15-0%).
  • Durch 4-maliges schnelles Klicken bei eingeschalteter Lampe kann man zwischen drei Gruppen hin- und her schalten. Diese Gruppen unterscheiden sich in der Anzahl der Helligkeitsstufen: es gibt Gruppen mit 4, mit 5, und mit 6 Helligkeitsstufen.
  • Taste für 10 Sekunden gedrückt halten aktiviert die „Kindersicherung“: hier hat die Lampe nur noch maximal 150 Lumen.
  • 4-maliges Drücken bei ausgeschalteter Lampe aktiviert bzw. deaktiviert den Lock-Out-Modus, in welchem die Lampe gegen versehentliches Einschalten gesichert ist. (Bei der Lampe funktioniert jedoch auch der „Tailcap-Lockout“: durch Aufdrehen der Endkappe um eine viertel Umdrehung ist der Stromkreis unterbrochen, und die Lampe geht nicht mehr an.)

Obwohl die Bedienung im Detail doch etwas kompliziert bzw unlogisch ist, geht für mich die Bedienung der Lampe im großen und ganzen in Ordnung. Wie ich schon eingangs schrieb, habe ich in dieser Preisklasse schon weitaus Schlimmeres erlebt. Zudem muss man die komplexeren Spezialfunktionen ja nicht ständig nutzen. Man stellt sich die Lampe einmal so ein, wie man sie haben möchte, und beschränkt sich dann auf die einfacheren Funktionen (Ein- und Ausschalten, sowie Helligkeitswechsel). Man muss nur aufpassen, dass man nicht in die „Turbo-Falle“ tappt, bei der man nach 2 ½ Minuten im Dunkeln steht.

PWM

Lediglich in der „High 1“-Stufe kann ich mit der Handy-Kamera Anzeichen von PWM erkennen. Alle anderen Helligkeitsstufen sind frei von PWM.

Wegrollschutz

Einen Wegrollschutz hat die Lampe nicht.

White-Wall-Shot

Die Lichtfarbe der C8F ist absolut traumhaft: ein sehr schönes Neutralweiß. Trotz der drei ineinander übergehenden Reflektoren liefert die Lampe selbst im unmittelbaren Nahbereich einen nahezu perfekten Lichtstrahl, fast frei von Artefakten:

Im Vergleich hierzu eine Niteye TH20. Man beachte die Lichtfarbe.

Auch eine Nitecore TM03 schneidet im White Wall-Shot-Vergleich nicht so schön ab:

Die Lampe in der Hand

Die Lampe liegt gut in der Hand; da gibt es nichts daran auszusetzen. Durch den schweren Lampenkopf ist sie lediglich etwas kopflastig.

Ich hätte mir trotzdem noch zusätzlich einen Heckschalter gewünscht. Diese sind im Dunkeln doch schneller zu finden als ein Seitenschalter.

Verglichen mit …

Hier habe ich zwei Lampen mit ähnlichem Aufbau und ähnlicher Helligkeit im Vergleich: links die Niteye TH20 (3150 Lumen), und rechts die Nitecore TM03 (2800 Lumen):

Diese Lampen habe ich auch bei den White Wall-Shots weiter oben herangezogen.

Fazit

Die Sofirn C8F bietet eine Qualität und eine Helligkeit, die ich angesichts des günstigen Preises kaum für möglich gehalten hätte. Insgesamt hat mich die Lampe sehr positiv überrascht.

Positiv:

  • sehr günstig für eine Taschenlampe dieser Leistungsklasse
  • robuste Bauweise
  • hohe Helligkeit
  • Komplettpaket mit Akku und Ladegerät
  • schönes Lichtbild und schöne Lichtfarbe
  • einigermaßen gute Bedienung
  • in Deutschland erhältlich (kein eigener Import aus China notwendig)

Negativ:

  • Turbo-Timer-Bug
  • Akku entspricht nicht der angegebenen Spezifikation
  • Helligkeit hängt überdurchschnittlich stark von der Akkuspannung ab. Die volle Leistung wird nur mit randvollen Akkus erreicht, und auch dann nur für einen kurzen Moment.

Weiterführende Links