Laufzeitmessungen Acebeam X45

Die Laufzeitmessungen zur Acebeam X45 stehen nun bereit.

Die Messungen fanden draußen, bei abendlichen Temperaturen um die 11 Grad Celsius statt.

Bei der blauen Kurve wurde die Lampe nicht gekühlt (sie stand einfach draußen auf dem Balkon). Wie man sieht, regelt sie nach ca. 5-6 Minuten ab auf die 4000-Lumen-Stufe. Diese vermag sie dann auch ohne Kühlung zu halten, bis die Akkus zu schwach sind, um die notwendige Energie zu liefern. Dies geschieht nach insgesamt ca. 65 Minuten. Ab dann sinkt die Helligkeit kontinuierlich.

Ich habe die Lampe jedoch bis zur Abschaltung weiterlaufen lassen. Nach exakt 107 Minuten war es soweit, und die Lampe ging aus. Eine anschließende Spannungsmessung der Akkus zeigte, dass einer der Akkus in die Schutzschaltung gelaufen war, welche bei einer Spannung von 2,5V greift. Die anderen drei Akkus hatten noch 2,57V.

Dies zeigt, dass nicht die Lampe, sondern die Schutzschaltung der Akkus ein Tiefentladen der Akkus verhindert. In der Lampe sollte man also unbedingt Akkus mit einer Schutzschaltung gegen Tiefentladung verwenden. Bei den mitgelieferten Acebeam-Akkus ist dies der Fall (die Akkus besitzen eine Schutzschaltung gegen Tiefentladung).

Der zweite Test, die rote Kurve, fand unter Kühlung statt. Die Lampe wurde für den Test in einem Eimer mit kaltem Wasser betrieben.

Wie man daran erkennt, dass die Helligkeitskurve nun anders verläuft, besitzt die Lampe eine echte Temperatursteuerung, welche die Leistung reduziert, wenn die Lampe zu heiß wird. Allerdings ist die Lampe auch ohne eine eingreifende Temperatursteuerung in der höchsten Helligkeitsstufe nicht konstant geregelt. Die Maximalhelligkeit sinkt mit fallender Akkuspannung.

Nach 17 Minuten habe ich die Lampe ausgeschaltet, und nach einer Pause von 5 Minuten wieder eingeschaltet. Wie man sieht, macht die Lampe in etwa bei der Helligkeit weiter, bei der sie vorher aufgehört hat. Nach 17 Minuten auf Vollgas ohne temperaturbedingte Abregelung sind die Akkus bereits so „platt“, dass sie beim erneuten Einschalten „nur noch“ ca. 7000 Lumen bringen. Nach ca. 55 Minuten (eine Stunde abzüglich der 5 Minuten Pause) war der Leuchtspaß vorbei. Die Akkus waren runter auf 2,6V (diesmal habe ich den Test beendet, bevor die Schutzschaltung der Akkus griff).

Bei einer Strommessung der Lampe habe ich festgestellt, dass die Lampe in der höchsten Turbo-Stufe ca. 10A an Strom aus den Akkus zieht (exakt gemessen habe ich sogar 10,7A). Damit ist die Acebeam X45, soweit mir bekannt, die Serienlampe mit dem höchsten Strombedarf pro Akku. Nach 10 Minuten auf Dauervollgas sind die eingelegten Akkus von anfänglichen 4,20V bereits runter auf eine Leerlaufspannung von 3,83V. 🙂

Fazit:

Die 4000-Lumen-Stufe dauerhaft zu halten ist schon eine beachtliche Leistung. Das schafft noch nicht einmal die (größere) Fenix TK75.

Schreibe einen Kommentar

Name *
E-Mail *
Website