Review MecArmy PT26

Die PT26 ist eine leistungsfähige, kompakte Allrounder-Taschenlampe aus dem Hause MecArmy.

Geliefert wird sie in einem umweltfreundlichen, doch edel anmutenden und stabilen Pappkarton.

Darin befindet sich neben der Lampe …

… auch noch folgendes Zubehör:

Dies ist neben der Lampe und einem LiIO-Akku (im Standard-26650-Format und einer Kapazität von 5000mAh) ein USB-Ladekabel zum Aufladen des Akkus, sowie einer Gebrauchsanweisung, ein Lanyard und Ersatz-Dichtungen, und (last not least) ein mechanischer Adapter, um Akkus im schmaleren 18650-Format in der Lampe benutzen zu können.

Der 26650-Akku ist beim Auspacken bereits in der Lampe eingelegt; man muss lediglich ein Sicherungs-Plastik-Plättchen entfernen, welches verhindert, dass sich die Lampe versehentlich in der Verpackung einschaltet. Außerdem sollte man den Akku vor der ersten Benutzung noch aufladen (LiIO-Akkus werden i.d.R. in etwa halb leer ausgeliefert, da sie in diesem Zustand am längsten lagerfähig sind).

Ein Blick auf die Lampe:

Das Knurling des Akkurohrs ist sehr ausgeprägt. Die Lampe sitzt sehr rutschfest, griffig und sicher in der Hand. Der Bezel ist vergleichsweise scharfkantig.

 

Für das nötige Licht sorgen neun CREE XP-G2 S4 LEDs.

Die Leistungsdaten der Lampe sind wie folgt:

Im Betrieb mit dem mitgelieferten 26650-Akku:

  • Turbo: 3850 Lumen für 3 Stunden
  • High: 437 Lumen für 6,3 Stunden
  • Med: 115 Lumen für 22 Stunden
  • Low: 28 Lumen für 156 Stunden.

Die Leuchtdichte ist angegeben mit 21483 cd. Dies entspricht laut ANSI/NEMA FL-1 Norm („in welcher Entfernung kommt noch Mondschein-Licht mit einer Beleuchtungsstärke von 0,25 Lux an“) 292 Meter. Für praxisgerechte Werte, in welcher Entfernung man noch gut Details erkennen kann, teilt man diese Entfernungsangabe üblicherweise durch 2 bis 3. Dies bedeutet, mit der Lampe kann man in 100-150 Metern Entfernung noch gut Details wie Personen oder Tiere ausmachen und erkennen.

Die Lampe verfügt über eine Temperaturkontrolle und -Regelung, die dafür sorgt, dass die Temperatur der Lampe nicht über 50 Grad ansteigt. Wird dieser Schwellenwert erreicht, regelt die Lampe die Leistung herab, um ein Überhitzen zu vermeiden. Wie gut dies funktioniert, werde ich noch im Laufzeittest (wird noch nachgereicht) ermitteln.

 

Für den „Not“-Betrieb mit einem 18650-LiIO-Akku (hierfür sollte man den beigefügten Plastik-Adapter verwenden, damit der Akku nicht lose im Akkurohr herumpurzelt) gelten folgende Leistungsangaben:

  • Turbo: 1350 Lumen für 1,6 Stunden
  • High: 422 Lumen für 3,5 Stunden
  • Med: 107 Lumen für 16 Stunden
  • Low: 25 Lumen für 108 Stunden.

Damit die Lampe weiß, dass statt des 26650-Akkus ein 18650-Akku eingelegt ist, muss man beim Zuschrauben der Lampe den Einschaltknopf gedrückt halten. Dies signalisiert der Lampe den Betrieb mit einem 18650-Akku. Die Lampe verwendet dann die o.g. Leistungsdaten für den 18650-Betrieb, da die kleineren 18650-Akkus nicht so leistungsfähig sind wie die größeren 26650-Akkus.

 

Die Lampe im Holster:

Ein Blick in den Reflektor mit den 9 XP-G2 S4 LEDs:

Bedient wird die Lampe mit dem Seitenschalter. Die Bedienung ist identisch mit den meisten anderen Lampen von MecArmy, wie z.B. der PT18 und der neueren Variante der PT16.

Ein einfacher Druck auf den Schalter schaltet die Lampe immer im Low-Modus mit 28 Lumen ein.

Ein weiterer Druck schaltet die Lampe wieder aus.

Hält man im eingeschalteten Zustand den Seitenschalter gedrückt, schaltet die Lampe nacheinander durch die verschiedenen Leuchtstufen (28, 115, 437, und 2850 Lumen). Ist die gewünschte Leuchtstufe erreicht, läßt man den Seitenschalter wieder los.

Zudem bietet die Lampe zwei Möglichkeiten, um direkt in den Turbo-Modus zu gelangen. So kann man im ausgeschalteten Zustand den Seitenschalter drücken und gedrückt halten. Dies aktiviert den „Moment-Turbo“: die Lampe leuchtet auf höchster Helligkeit, so lange man den Schalter gedrückt hält. Läßt man den Schalter wieder los, geht die Lampe wieder aus.

Außerdem kann man im ausgeschalteten Zustand den Schalter doppelklicken; so aktiviert sich dauerhaft der Turbo-Modus. (Mit einem einfachen Druck schaltet man die Lampe dann wieder aus.)

 

Die Lampe beherrscht den „Tailstand“:

Das Heck der Lampe mit den Ösen für das Lanyard:

Am Lampenkopf befindet sich gegenüber dem Einschalter ein Stativgewinde:

Der mitgelieferte Akku:

Lobenswert ist hier, dass ein ganz normaler Standard-26650-Akku verwendet wird, und kein Spezial-Akku benötigt wird.

Die zerlegte Lampe:

Schraubt man den Lampenkopf ab, offenbaren sich zwei USB-Anschlüsse. Mit diesen kann der Akku direkt in der Lampe geladen werden:

Man kann den Akku wahlweise entweder mit nur einem, oder mit zwei USB-Kabeln gleichzeitig laden. Verwendet man zwei USB-Kabel, geht das Laden doppelt so schnell vonstatten.

Im Ladebetrieb mit zwei USB-Kabeln zieht der Lademechanismus maximal 3A bei einer Spannung von 5V. Ein komplett leerer 26650-Akku ist damit in 2,5 Stunden wieder voll aufgeladen.

Verwendet man nur ein USB-Kabel, werden maximal 1,5A an Strom gezogen. Das geht auch; das Laden dauert dann jedoch doppelt so lange.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein USB-Ausgang:

So kann man den Akku der Lampe als USB-Powerpack verwenden, um z.B. unterwegs das Smartphone damit aufzuladen.

 

Die Lampe liegt gut in der Hand:

 

Hier noch ein Größenvergleich mit ähnlichen Lampen:

Dies sind (v.l.n.r.) eine Lupine „Betty“ TL2s, die MecArmy PT26, sowie eine Olight R50 Pro:

Wie man sieht, ähnelt die Bauform der PT26 der Lupine TL2s sehr (die PT26 ist noch eine Winzigkeit schlanker). Auch eine Ähnlichkeit in der Bedienung sowie im Leuchtbild (was sich später noch bei den Beamshots zeigen wird) kann man nicht verleugnen.

Fazit:

Es fällt mir schwer, irgend etwas an der PT26 auszusetzen. 🙂 Vielleicht zwei Dinge:

1.: Die PT26 hat keinen „Software-Lockout“, um die Lampe gegen versehentliches Einschalten zu sichern. Der Einschalter ist sehr leichtgängig, und da kann es passieren, dass sich die Lampe unbemerkt im Holster einschaltet. Glücklicherweise funktioniert ein „Tailcap-Lockout“: vor dem Verstauen im Holster löse ich ganz leicht die Tailcap. Bereits eine kurze Drehung der Tailcap genügt. So ist die Stromzufuhr unterbrochen, und die Lampe läßt sich nicht mehr einschalten (auch nicht versehentlich). Bei der Benutzung muss man nach der Entnahme aus dem Holster nur daran denken, die Tailcap wieder festzuziehen.

2.: Die Abstufung von der Turbo- zur High-Stufe ist recht groß. Zwischen 3850 Lumen (Turbo) und 437 Lumen (High) hätte ich gerne noch eine weitere Stufe gesehen; irgend etwas dauerbetriebsfestes mit um die 1000 Lumen. Glücklicherweise kann man sich da mit einem kleinen „Trick“ behelfen: man kann der Lampe „vorgaukeln“, dass man sie mit einem 18650-Akku betreibt. Damit hat die Lampe in der Turbo-Stufe nur noch 1350 Lumen. Das klappt auch dann, wenn tatsächlich ein 26650-Akku eingelegt ist. Das Umschalten geht sehr schnell: einfach den Lampenkopf etwas lösen, den Einschalter gedrückt halten, und den Lampenkopf wieder zuziehen. Anschließend hat die Turbo-Stufe nur noch 1350 Lumen. Will man wieder die vollen 3850 Lumen abrufen, geht das ebenfalls sehr schnell: Tailcap lösen und direkt wieder festziehen (ohne dass man den Einschalter gedrückt hält). Nun steht wieder die 3850 Lumen-Stufe zur Verfügung. Mit diesem kleinen Trick hat man statt der üblichen vier ganze fünf Leuchtstufen zur Verfügung. Es wäre jedoch schön gewesen, wenn man diese 1350 Lumen-Stufe auch im „26650-Modus“ direkt anwählen könnte.

Positiv hervorzuheben ist die Verwendung von 26650-Akkus im Standard-Format (es wird kein Spezial-Akku benötigt, wie es bei „akku-in-der-Lampe-ladbaren“ Lampen oftmals der Fall ist). Die angegebene Lichtleistung von 3850 Lumen erscheint mir glaubhaft; im (laienhaft von mir durchgeführten) „Decken-Bounce“-Test mit einem Luxmeter (um die komplette abgegebene Lichtmenge der Lampe mit dem Luxmeter zu erfassen) komme ich im Vergleich zur Lupine TL2s ebenfalls auf diese 3850 Lumen.

Die Lupine TL2s hat (bei sehr ähnlicher Bauform) zwar 5000 Lumen, ist jedoch auch wesentlich teurer. Daher bezeichne ich die PT26 als „die TL2s des kleinen Mannes“. 🙂 Die PT26 liefert in der Helligkeit 77% der Leistung der Lupine, bei nur 26% von deren Preis.

Weiterführende Links:

Beamshots:

https://www.lilahand.de/2017/03/20/beamshots-mecarmy-pt26-vs-lupine-tls2s-vs-olight-r50-pro/

Laufzeitdiagramme:

https://www.lilahand.de/2017/03/21/laufzeitdiagramm-mecarmy-pt26/

https://www.lilahand.de/2017/03/22/laufzeitdiagramm-mecarmy-pt26-teil-2/

 

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