Laufzeitdiagramm Nitecore TM28 vs. TM26GT

Hier haben wir das Laufzeitdiagramm der TM28 (rot), im Vergleich zur TM26GT (blau):

Die Messungen fanden draußen im Freien statt, bei aktuellen Temperaturen um die 10 Grad.

In der TM26GT werkelten vier EagTac-Akkus mit 3500mAh.

In der TM28 wurden die mitgelieferten Akkus (3100mAh) verwendet.

Die Laufzeitmessung hatte das Ziel, die dauerbetriebsfeste Helligkeit zu ermitteln. Lampen in dieser Kompaktklasse mit einer so hohen Helligkeit können aus thermischen Gründen (Überhitzung) die maximale Helligkeit nie lange halten.

Der Test hat ergeben, dass die langzeittaugliche Helligkeit der TM26GT mit 1700 Lumen sogar höher liegt als bei der neuen TM28, welche sich über die Zeit bei 1000 Lumen einpendelt. Die TM26GT gehört also noch lange nicht zum alten Eisen. 🙂

Das Abregeln geschieht bei beiden Lampen nach ca. 5 Minuten. Bei der TM28 geschieht dies in zwei Schritten: sie regelt zunächst auf 2300 Lumen herunter, um dann nach einem kurzen Moment nochmals herunterzuschalten auf die 1000 Lumen-Stufe.

Beide Lampen kann man natürlich jederzeit wieder hochschalten. So hat man für eine kurze Zeitspanne wieder die (annähernd) volle Leistung (bis zum nächsten thermisch bedingten Abregeln).

Bei der TM28 habe ich von Zeit zu Zeit wieder hochgeschalten (daher die Sprünge im Diagramm). Die TM26GT habe ich einfach durchlaufen lassen.

Die TM26GT hält die 1700 Lumen-Stufe für ca. 2 Stunden und 10 Minuten. Anschließend ist sie „raus aus der Regelung“, wie man so schön sagt, und die Helligkeit beginnt kontinuierlich zu sinken. Nach 3 1/2 Stunden habe ich den Test beendet. Die Lampe hatte zu dem Zeitpunkt noch ca. 90 Lumen, und die Akkus waren runter auf eine Spannung von 3,0V.

Die TM28 scheint besser konstantgeregelt zu sein als die TM26GT. Die TM28 wird gegen Ende der Akkulaufzeit nicht dunkler. Sie geht statt dessen einfach irgendwann aus. Als ich eine Minute vor Akkuende nochmals hochgeschalten habe, ließ sich die Turbo-Stufe mit 6000 Lumen nicht mehr aktivieren; es war nur noch die 2. Turbo-Stufe mit (laut Display der Lampe) 2300 Lumen möglich. Eine Minute später schaltete die Lampe dann ab. Die Akkus waren zu dem Zeitpunkt runter auf 3,13V.

Ich finde es beachtlich, dass sich eine Minute vor Akkuende noch ca. 2500 Lumen aus der Lampe „quetschen“ lassen. Die Qualität der elektronischen Regelung hat sich gegenüber der TM26GT verbessert.

Fazit:

Pluspunkte:

Sehr gute Konstantregelung. Die maximale Helligkeit ist auch mit annähernd leeren Akkus noch fast vollständig abrufbar (wenn auch immer nur für kurze Zeit). In diesem Punkt ist sie besser als die TM26GT. Auch nach zwei Stunden Betrieb kann man der Lampe noch mehr als 5500 Lumen abverlangen.

Minuspunkte:

Die dauerbetriebsfeste Maximalhelligkeit liegt mit 1000 Lumen nochmals unterhalb der TM26GT (1700 Lumen).

Dies ist jedoch einfach der Kompromiss, den man bei kleinen Lampen mit großer Helligkeit eingehen muss. Mit diesem Problem haben alle Lampen in dieser Größe zu kämpfen. Trotzdem hätte ich es begrüßt, wenn zumindest die 1700 Lumen der TM26GT dauerhaft möglich gewesen wären.

Update 06.04.17:

Hier habe ich noch einen weiteren Laufzeittest der TM28 durchgeführt; diesmal auf der „Turbo 2“-Stufe mit 2300 Lumen: https://www.lilahand.de/2017/04/06/laufzeitdiagramm-nitecore-tm28-auf-turbo-2-stufe/

 

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